Bei einem Kontrollgang im Turm von St. Karl fiel uns ein großes Nest an einem Turmfenster auf. Glücklicherweise konnten wir auf kurzem Weg Günther fragen, der nicht nur Ehrenamtlicher bei Sülz & Pfeffer ist, sondern auch Hobbyimker. Er stellte vor Ort fest, dass das Nest den invasiven, asiatischen Hornissen gehört. Nun war Eile geboten, denn im Herbst schwärmen 15 bis 20 neue Königinnen von den Nestern aus und gründen neue Nester in der direkten Umgebung.
Nach der Bestätigung des Verdachts durch Ralf Atzorn, Vorsitzender des Kölner Imkervereins, fackelte dieser nicht lange und entfernte das Nest fachgerecht und nachhaltig, sogar auf rückkehrende Insekten wartete er noch, um neue Ansiedlungen zu vermeiden.
Asiatische Hornissen sind, so erklärte Atzorn, eine Gefahr für die Biodiversität: Die Honrissenart hat sich in vielen Weltregionen innerhalb kürzester Zeit stark ausgebreitet, wurde zur dominanten Art und ernährt sich nicht nur von Obst, sondern auch von Insekten. Die Population eines Hornissennests verbraucht etwa 11 Kilogramm Insekten (bevorzugt nur den Brustteil) pro Jahr, was zu einer signifikanten Verringerung aller Insekten, vor allem von Bienen, im Umfeld des Nestes führe, so Atzorn.









